Das 7. deutsch-arabische Frauenforum
Veranstaltungsdatum
Beginn um 12:00 Uhr4. Oktober 2026 - 7. Oktober 2026
Bericht zum 7. Deutsch-Arabischen Frauenforum
Berlin, Deutschland | 4.–7. Oktober 2026
Das 7. Deutsch-Arabische Frauenforum bildete den Abschluss des 6. Jahrgangs des deutsch-arabischen Mentoringprogramms OUISSAL, das von EMA e.V. in Zusammenarbeit mit der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) durchgeführt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird. Das Forum brachte Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen aus zehn verschiedenen Ländern zusammen: Deutschland, Algerien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien und Tunesien.
Nach einem Jahr mit Kick-off-Treffen, Online-Mentoring, digitalen und Präsenzworkshops, Networking-Veranstaltungen und interkulturellem Austausch bot das Forum Mentorinnen und Mentees die Gelegenheit, sich persönlich zu begegnen, ihre Erfahrungen zu reflektieren, ihre Erfolge zu feiern und die im Laufe des Programms entstandenen Beziehungen zu stärken. Darüber hinaus bot es den Teilnehmerinnen eine Plattform, um ihre Unternehmen vorzustellen, Ideen auszutauschen und neue berufliche Kontakte zu knüpfen. Das viertägige Programm umfasste interaktive Workshops, kulturelle Aktivitäten, die Teilnahme am 3. Gleichstellungstag sowie zum Abschluss einen hochrangigen Networking-Empfang.
Tag 1 – Anreise und Willkommensabendessen | 4. Oktober 2026
Die Teilnehmerinnen reisten nach Berlin und checkten im Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz ein, das als Delegationshotel diente. Am Abend veranstaltete EMA e.V. ein Willkommensabendessen für die Teilnehmerinnen, die rechtzeitig eingetroffen waren.
Das Abendessen bot erstmals dem gesamten Jahrgang die Gelegenheit, sich nach einem Jahr des Online-Mentorings und der digitalen Workshops persönlich zu begegnen. Die informelle Atmosphäre und das Buffet förderten offene Gespräche, persönliches Kennenlernen und den Austausch von Erfahrungen über Länder- und Berufsgrenzen hinweg. Für viele Teilnehmerinnen war das persönliche Kennenlernen ihrer Mentorinnen und Mentees ein wichtiger Meilenstein auf ihrer OUISSAL-Reise.
Der Abend schuf eine angenehme Atmosphäre für die kommenden Tage und gab den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Beziehungen innerhalb der OUISSAL-Gemeinschaft aufzubauen.
Tag 2 – Workshop und Austausch zur OUISSAL-Alumni-Gemeinschaft | 5. Oktober 2026
Der zweite Tag folgte den Schwerpunkten Reflexion, Networking und der zukünftigen Entwicklung der OUISSAL-Gemeinschaft. Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel gingen die Teilnehmerinnen zusammen zum Veranstaltungsort Memox am Alexanderplatz, wo der Workshop in einer einladenden und informellen Atmosphäre stattfand.
Am Vormittag präsentierten die Growth Teams ihre OUISSAL Journey Poster. Die Poster dokumentierten die Erfahrungen der Teams während des Programms und stellten ihre Erfolge, wichtigsten Erkenntnisse, Herausforderungen und Zukunftspläne dar. Bei einem gemeinsamen Gallery Walk gingen die Teilnehmerinnen von Poster zu Poster, tauschten sich über ihre jeweiligen Erfahrungen aus und stellten Fragen. Dieses Format förderte das voneinander Lernen, machte gemeinsame Erfahrungen sichtbar und ermöglichte den Austausch praktischer Ideen über Länder- und Branchengrenzen hinweg.
Ein gemeinsames Mittagessen mit den Teilnehmerinnen bot eine weitere Gelegenheiten zum informellen Networking und stärkte die Verbindungen über die einzelnen Growth Teams hinaus.
Am Nachmittag waren die Teilnehmerinnen im Rahmen des OUISSAL Alumni Lab eingeladen, gemeinsam darüber nachzudenken, wie die während des Programms entstandenen Beziehungen über die offizielle Projektlaufzeit hinaus fortgeführt werden können. In Gruppen entwickelten sie Ideen, um den Kontakt aufrechtzuerhalten, Wissen auszutauschen und sich beruflich gegenseitig zu unterstützen. Anschließend präsentierten sie ihre Vorschläge. Dabei wurde deutlich, dass ein großes Interesse daran besteht, die OUISSAL-Gemeinschaft auch nach Abschluss des Programms aktiv und verbunden zu halten.
Der Tag endete mit der OUISSAL-Zertifikatsverleihung, bei der das Engagement und der Beitrag der Teilnehmerinnen zum Programm gewürdigt wurden. Nach dem offiziellen Workshop stand der Abend zur freien Verfügung, sodass die Teilnehmerinnen Berlin erkunden konnten. Dank des günstigen Wetters konnten sie die Stadt, den Sonnenuntergang und die Aussicht auf die Berliner Skyline genießen sowie an Bootstouren und weiteren Besichtigungsaktivitäten teilnehmen.
Tag 3 – Kultureller Austausch, Gleichstellungstag und Networking-Empfang | 6. Oktober 2026
Der dritte Tag war der umfangreichste Programmtag des Forums. Er verband kulturelle Aktivitäten mit der Möglichkeit, berufliche und institutionelle Netzwerke zu erweitern.
Der Morgen begann mit einer geführten Stadtrundfahrt zu bekannten Berliner Sehenswürdigkeiten, darunter das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude, der Berliner Dom, die Museumsinsel und der Berliner Fernsehturm. Am Brandenburger Tor versammelte sich die Gruppe außerdem für ein gemeinsames Erinnerungsfoto. Die Tour vermittelte den Teilnehmerinnen einen Einblick in die Geschichte und kulturelle Identität der deutschen Hauptstadt und bot zugleich weitere Gelegenheiten zum persönlichen Austausch.
Im Anschluss besuchten die Teilnehmerinnen den 3. Gleichstellungstag, organisiert von der Bundesstiftung Gleichstellung. Die Veranstaltung brachte rund 1.000 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über Gleichstellung und damit verbundene gesellschaftliche Fragen in Deutschland zu diskutieren.
OUISSAL war dabei auf der Weitblick-Bühne mit der Gesprächsrunde „Die Bundesstiftung Gleichstellung im Gespräch“ vertreten. Clara Gruitrooy, Initiatorin von OUISSAL und Geschäftsführerin von FidAR, Tanja-Susanne Schleifer, OUISSAL-Mentorin aus Deutschland, und Nouran Elghazouly, OUISSAL-Mentee aus Ägypten, berichteten von ihren Erfahrungen und reflektierten den Wert von interkulturellen Mentorings, gegenseitigem Lernen und beruflichen Austauschen über Ländergrenzen hinweg.
Die Gesprächsrunde bot die Gelegenheit, OUISSAL einem breiten Publikum vorzustellen und aufzuzeigen, wie Mentoring Frauen dabei unterstützen kann, ihr Potenzial zu erkennen, berufliche Herausforderungen zu bewältigen und neue Perspektiven für ihre Unternehmen und Karrieren zu entwickeln. Die Teilnahme am Gleichstellungstag ermöglichte den Mentorinnen und Mentees außerdem, Kontakte zu Akteurinnen und Akteuren zu knüpfen, die sich für Gleichstellung und die wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Teilhabe von Frauen einsetzen.
Am Abend veranstaltete EMA e.V. den OUISSAL Networking-Empfang in den Räumlichkeiten von Memox Berlin. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Gleichstellung, FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. und der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) organisiert.
Der Empfang brachte OUISSAL-Teilnehmerinnen mit geladenen Gästen aus Diplomatie, Politik, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zusammen. Dr. Katharina Stasch, Abteilungsleiterin für Globale Allianzen, Europäische Union und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), war die Keynote-Speakerin. In ihrer Rede hob sie die Bedeutung von Programmen wie OUISSAL für die deutsche Entwicklungspolitik sowie den Wert der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Lernens zwischen den teilnehmenden Ländern hervor. Auch der tunesische Botschafter in Berlin, Seine Exzellenz Herr Wacef Chiha, nahm am Empfang teil.
Nach den Begrüßungsworten von Clara Gruitrooy und Karla Luzette Beteta Brenes, Leiterin der Beratungsstelle für Lateinamerika, Gender und Diversität bei der AWE, standen die Erfahrungen der Teilnehmerinnen im Mittelpunkt des Programms. Vanessa Werner, OUISSAL-Mentorin aus Deutschland, und Sara Samadi, OUISSAL-Mentee aus Marokko, berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen und reflektierten die Beziehungen und beruflichen Erkenntnisse, die sie durch ihre Teilnahme am Programm gewonnen haben.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ausstellung, bei der die Mentees ihre Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen präsentierten. Dadurch konnten die Teilnehmerinnen ihre Arbeit den Gästen vorstellen, die Sichtbarkeit ihrer Unternehmen erhöhen und Kontakte zu potenziellen beruflichen Partnerinnen und Partnern knüpfen. Zusammen mit dem Empfang und dem anschließenden Buffet bot die Ausstellung einen geeigneten Rahmen für Gespräche über das offizielle Programm hinaus und eröffnete Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen.
Tag 4 – Abreise und Abschluss | 7. Oktober 2026
Der letzte Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Delegationshotel. Anschließend checkten die Teilnehmerinnen aus und traten ihre Heimreise an. Nach vier Tagen gemeinsamer Aktivitäten kehrten sie mit neuen Erfahrungen, gestärkten Beziehungen und Ideen für die weitere Zusammenarbeit innerhalb der OUISSAL-Gemeinschaft zurück.
Gesamtbewertung und Ausblick
Das 7. Deutsch-Arabische Frauenforum bildete einen gelungenen Abschluss des 6. OUISSAL-Jahrgangs. Indem es Teilnehmerinnen zusammenbrachte, die im Laufe des Jahres online zusammengearbeitet hatten, trug das Forum dazu bei, digitale Mentoringbeziehungen in persönliche Kontakte zu überführen und die Fortschritte einzelner Unternehmerinnen und Growth Teams sichtbar zu machen.
Die Kombination aus gegenseitigem Erfahrungsaustausch, kulturellen Aktivitäten, Unternehmenspräsentationen und Begegnungen mit institutionellen Akteuren ermöglichte es den Teilnehmerinnen, ihre Erfolge zu teilen und zugleich neue Perspektiven, Netzwerke und potenzielle Geschäftsmöglichkeiten kennenzulernen. Das Alumni Lab setzte zudem wichtige Impulse für die Frage, wie die Gemeinschaft über die formale Programmlaufzeit hinaus bestehen und sich weiterentwickeln kann.
Darüber hinaus stärkte das Forum die Sichtbarkeit von OUISSAL bei Organisationen und Akteuren, die sich für Gleichstellung, internationale Zusammenarbeit und die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen einsetzen. Die Beteiligung von BMZ, AWE, FidAR und der Bundesstiftung Gleichstellung unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, öffentlichen Institutionen und Wirtschaft zur Unterstützung von Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen.
Insgesamt bestätigte das Forum die zentrale Idee von OUISSAL: Nachhaltige berufliche Beziehungen können über nationale, kulturelle und sektorale Grenzen hinweg entstehen, wenn Menschen die Möglichkeit erhalten, voneinander zu lernen und gemeinsame Ziele zu verfolgen. Das Ende des Jahrgangs bedeutet daher nicht das Ende dieser Beziehungen, sondern vielmehr eine Gelegenheit, auf ihnen aufzubauen. EMA e.V. hofft, dass die durch OUISSAL entstandenen Verbindungen auch künftig Wissensaustausch, berufliche Zusammenarbeit und neue Chancen für die beteiligten Frauen fördern und zugleich zu einer stärkeren deutsch-arabischen Kooperation beitragen werden.
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