Gwendolyn von Beck-Peccoz - Abir Rabhi

Öl und Bier - das hat auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun. Doch für Gwendolyn von Beck-Peccoz und Abir Rabhi ist es die perfekte Symbiose. Beide Unternehmerinnen kennen die Herausforderungen der Lebensmittelbranche und verstehen es bestens mit Abfüllanlagen umzugehen.

Bereits seit einigen Jahren produziert die Ölmühle von Abirs Familie unweit der Stadt Majel Bel Abbès hochwertiges Olivenöl. Bisher wurde dieses allerdings kaum an Endkunden vertrieben, sondern wurde ohne Label an andere Olivenölproduzenten außerhalb Tunesiens zum Verschneiden und Vermarkten verkauft. Um die komplette Wertschöpfungskette im eigenen Unternehmen realisieren zu können und die hochwertigen Öle unter eigenem Namen zu vermarkten, hat Abir die Marke Cillium ins Leben gerufen.

Im Januar 2018 wurde die Produktion der Ölmühle durch eine hochmoderne Abfüllanlage ergänzt, welche die effiziente Abfüllung des Öls in Flaschen ermöglicht. Ziel der Zusammenarbeit im Tandem ist die Vermarktung des Öls außerhalb Tunesiens voranzutreiben.

Dank des deutsch-arabischen Mentoringprogramms Ouissal scheint nun der Plan vom Export nach Deutschland Formen anzunehmen. „Ich bin ein bisschen als Außenministerin von Abir unterwegs“, sagt Gwendolyn, Leiterin der bayerischen Brauerei Kühbach. Durch ihre Kontakte in die Lebensmittelbranche versucht sie vor allem Bio-Supermärkte für Cillium zu sensibilisieren. Erstaunt hat sie dabei, wie schwerfällig der Handel bei der Listung von neuen Produkten ist und wie viel kommunikationsbedarf bei Produkten, die nicht aus den gewohnten Lieferländern stammen, ist.

„Anfangs machte uns die Sprachbarriere ein paar Probleme“, sagt Gwendolyn im Rückblick auf die ersten Monate im Ouissal-Programm. Deshalb kommunizieren beide Unternehmerinnen jetzt bevorzugt über E-Mails miteinander. „Ich freue mich von Gwendolyns Erfahrung profitieren zu können“, sagt Abir.

„Ich schätze den Erfahrungsaustausch durch Ouissal - egal ob in meinem Tandem mit Abir oder mit der ganzen Gruppe der Unternehmerinnen“, sagt Gwendolyn, die zwar die ersten Hürden in der deutschen Bio-Branche mit Abir bereits angegangen ist, für weitere Wege aber auch auf neue Ideen durch die Ouissal-Gruppe baut. Denn es gibt für jeden Aspekt Expertinnen, die sich finden lassen. Und von deren Wissen können beide Frauen gemeinsam profitieren - im Hinblick auf Bier und auf Olivenöl.

Flaschen rocken!

Das Öl und das Bier - das passt einfach nicht zusammen. Doch für Gwendolyn de Beck-Peccoz und Abir Rabhi ist es die perfekte Symbiose. Die beiden Unternehmerinnen kennen die Probleme der Lebensmittelindustrie und wissen, wie man die Geräte für die Herstellung von Lebensmitteln richtig einsetzt.

Die Ölmühle der Familie Abir vor den Toren der Stadt Majel Bel Abbès stellt seit mehreren Jahren Olivenöl von hoher Qualität her. Bis jetzt wurde dieses Produkt praktisch nicht an die Verbraucher verkauft, sondern ohne Etikett an andere Hersteller von Olivenöl in ganz Tunesien, um es zu vermischen und unter einem anderen Namen zu vermarkten. Um die gesamte Wertschöpfungskette im eigenen Unternehmen zu realisieren und die hochwertigen Olivenöle unter eigenem Namen zu vermarkten, hat Abir seine Marke lanciert Cillium.

Im Januar 2018 wurde die Produktion des Öls durch eine Spitzen-Entleerungsanlage ergänzt, die eine effizientere Entleerung ermöglicht. Ziel der Zusammenarbeit im Tandem ist es, die Kommerzialisierung des Öls in ganz Tunesien zu fördern.

Gwendolyn von Beck-Peccoz - Abir Rabhi - Ouissal

Dank des deutsch-arabischen Mentorenprogramms Ouissal scheint sich der Exportplan in die Niederlande nun zu konkretisieren. “Je suis un peu en route en tant que ministre des Affaires étrangères d'Abir”, explique Gwendolyn, directeur de la brasserie bavaroise Kühbach. Über ihre Kontakte in der Lebensmittelindustrie möchte sie insbesondere die Bio-Supermärkte für Cillium sensibilisieren. Sie ist begeistert von der administrativen Sorgfalt, mit der ein neues Produkt eingeführt wird, und von der Kommunikation, die für Produkte notwendig ist, die nicht aus den üblichen Herkunftsländern stammen.

«Am Anfang hat uns die Sprachbarriere einige Probleme bereitet», erklärt Gwendolyn, die sich an den Beginn des Programms Ouissal erinnert. Par conséquent, les deux femmes d'affaires préfèrent désormais communiquer entre elles par courrier électronique.

«Ich freue mich, von der Erfahrung von Gwendolyn profitieren zu können», erklärt Abir. “Ich freue mich über den Erfahrungsaustausch mit Ouissal - sei es im Tandem mit Abir oder mit dem Ensemble der Unternehmerinnen”, so Gwendolyn. Gemeinsam haben sie bereits die ersten Hindernisse im deutschen Biosektor überwunden, aber sie vertrauen auch auf die Ouissal-Gruppe, um neue Ideen zu entwickeln. Denn für jeden Bereich gibt es Experten. Und die beiden Frauen können von diesen Kenntnissen profitieren - auch in Bezug auf Bio und Olivenöl.